Über diesen Blog

Bei jedem Smalltalk, den man mit noch unbekannten Menschen führt, kommt (nach dem Wetter) immer schnell die Frage nach dem Beruf des Gegenübers. Wenn ich dann sage, dass ich Kunsthistorikerin bin, ist die häufigste Reaktion ein bewunderndes „Oh, wie spannend.“ Gefolgt von „Ich finde Kunst auch total spannend, habe aber leider keine Ahnung davon.“ Wenn wir uns dann weiter unterhalten, erfahre ich, dass es meinem Gegenüber a) an Zeit mangelt, sich intensiv mit Kunst zu beschäftigen und b) er (oder sie) diese intensive Beschäftigung als Voraussetzung annimmt, um Kunst überhaupt erst gegenübertreten zu können. Obwohl Museen in den letzten Jahrzehnten viel dafür getan haben, sich für verschiedenste Alters-, Bildungs- und gesellschaftliche Gruppen attraktiv zu machen und didaktisch auf der Höhe der Zeit
arbeiten, scheint es doch weiterhin eine unsichtbare Schwelle zu geben, Ausstellungen zu besuchen. 

Mit diesem Blog will ich zweierlei erreichen:
Zum einen will ich Euch, den Leser_innen, klassisches Rüstzeug der Kunstgeschichte an die Hand geben. Damit könnt Ihr Euch die Welt der Kunst ähnlich erschließen, wie man eine neue Sprache, eine neue Kultur kennenlernt. Ihr findet es unter den Kategorien WAS IST ES und WIE IST ES GEMACHT.

Zum anderen ist mir ebenso wichtig, dass Ihr Eure eigene Wahrnehmung schult. Ein Werk stilistisch einordnen und es deuten zu können, ist eine feine Sache. Aber wenn man darüber verlernt, die Schönheit (oder die Schrecklichkeit) eines Bildes, einer Skulptur ganz subjektiv auf sich wirken zu lassen, ist jedes Kunstwerk nur tote Materie. Beiträge dazu findet Ihr in der Kategorie WAS SEHE ICH.

In ALLGEMEINES schreibe ich auf, was mir sonst noch so durch den Kopf geht und von dem ich denke, es könnte von Nutzen sein, Euch interessieren oder amüsieren.

    Und vorab, zum besseren Verständnis:
Kunst meint hier immer die bildende Kunst
Kunstgeschichte ist hier als europäische Kunstgeschichte von 750 bis heute zu verstehen (wobei ich auf Zeitgenössisches nur im Vergleich eingehen werde) mit den geografischen Schwerpunkten Frankreich, Italien und Deutschland.
– Ich verwende, weil es sich geschmeidiger liest, hauptsächlich die männliche Schreibweise, wobei immer alle Geschlechter gemeint sind.
– Da ich den Blog kostenlos anbieten will, investiere ich Zeit und Herzblut, aber kein Geld. Das bedeutet, dass ich nur Bilder verwende, die kostenfrei zur Verfügung stehen und ansonsten, wenn möglich, Links zu entsprechenden Abbildungen einfüge.

Ich freue mich über Rückmeldungen, Kritik, Anregungen, Lob. Schreibt mir gerne!